Ab dem Schuljahr 2026/2027 können alle interessierten Schulen in NRW die berufswahlapp freiwillig erproben und nutzen. Ab dem Schuljahr 2027/2028 wird der Einsatz der berufswahlapp in der Beruflichen Orientierung an Schulen verbindlich.
Seit dem Schuljahr 2022/2023 steht die berufswahlapp den Bundesländern zur Verfügung. Auch Nordrhein-Westfalen erprobte die Web-App seither an ausgewählten Schulen. Nun kündigt das Land die nächsten Schritte zur langfristigen Implementierung der berufswahlapp an.
In einer Pressemitteilung stellt das Land ein zweistufiges Verfahren vor:
Im Schuljahr 2026/2027 können Schulen die berufswahlapp freiwillig erproben und nutzen. Ab dem Schuljahr 2027/2028 wird sie landesweit als verbindliches Portfolioinstrument im Schulunterricht eingesetzt.
Empfohlen wird der Einstieg entweder in der achten oder in der elften Jahrgangsstufe.
Dr. Jens Stuhldreier, Referatsleiter im Bereich „Berufliche Orientierung, Übergang Schule-Beruf“ im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen sieht diesen Schritt als logische Konsequenz aus den bisherigen Erfahrungen der Erprobungsphase:
„Im Rahmen der Pilotierungsphase haben wir in den beteiligten Schulen überwiegend positive Erfahrungen sammeln können. Diese haben uns dazu ermutigt, diesen nächsten Schritt in der landesweiten Ausbreitung zu gehen.
Mit der berufswahlapp geben wir jungen Menschen ein einfaches, zeitgemäßes und verlässliches digitales Instrument an die Hand, dass sie bei ihrer Beruflichen Orientierung konkret unterstützt. Wer früh weiß, wo die eigenen Stärken liegen, trifft grundsätzlich auch bessere Entscheidungen für den eigenen Berufsweg – und genau das brauchen wir auch mit Blick auf die Fachkräfte von morgen in Nordrhein-Westfalen.“
Die landesweite Implementierung der berufswahlapp soll künftig vor allem auch Planungssicherheit schaffen, sowohl für die Ministerien bei der Haushaltsplanung als auch für Lehrkräfte an den Schulen. Dazu erklärt Dr. Stuhldreier:
„Mit der Ausbreitung verbinden sich zwei Hoffnungen: zum einen, dass wir es durch hilfreiche und zielgerichtete Begleitinstrumente schaffen, bei den Lehrerinnen und Lehrern eine breite Akzeptanz für die berufswahlapp zu erreichen und zum anderen eine auskömmliche Finanzierung für die nächsten Jahre, trotz herausfordernder Haushaltssituation, zu organisieren.“
Die berufswahlapp ist Teil der Fachkräfteoffensive der Landesregierung sowie der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) und entwickelt deren bewährte Strukturen konsequent weiter. Flächendeckende Schulungs- und Unterstützungsangebote des Landes sollen sicherstellen, dass Schulen und Lehrkräfte die Anwendung von Beginn an effektiv einsetzen können.
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